Portugal – hoch und runter
Sonntag 28. März 2010 von Dirk
Ein Reisebricht von Dirk Krüger
Nach dem mein Semester zu Ende war und ich drei Wochen in der Agentur durchgearbeitet hatte, ging es Montag morgen mit Rebecca und meinem geliebten Bufo Travelerkomplex los in Richtung Portugal. Da wir beide noch nie in Portugal waren, wollten wir in unseren drei Wochen Urlaub so viel wie möglich von dem Land sehen. Was für mich natürlich auch bedeutet einige der unzähligen tollen Wellen zu surfen.
Aber erst einmal stand Sightseeing auf dem Programm. Und das war in Lissabon, unserem ersten Stopp, wirklich super! Es gab unzählige schöne Ecken und Plätze und ich gönnte mir haufenweise Galao und Pasteis de Nata, mh… Leider spielte das Wetter nicht so ganz mit und es war oft bewölkt und eher kühl. Doch pünktlich an dem Tag, an dem wir beschlossen etwas aus Lissabon raus zu fahren und uns ans Meer zu begeben, kam die Sonne raus. Mit dem Zug ging es nach Estoril, einem schönen Strand mit Bar und einem Righthand Point.Obwohl ich ein halbes Jahr nicht surfen war, ging das Rauspaddeln erstaunlich gut, das Surfen hingegen eher weniger… Der Swell war nicht wirklich sauber und der Point auch nicht wirklich leicht zu surfen, da einen die Strömung immer wieder in Richtung Felsen zog. Aber trotzdem war ich super happy, als ich mich mit Sonnenbrand wieder Richtung Strand kämpfte.Nach fast einer Woche Lissabon ging es mit dem neuen Mietwagen nach Peniche. Dort wurden wir von schulterhohen sauberen Wellen und Offshore begrüßt. Nach dem wir im Maximum Surfcamp angekommen waren und unser wirklich nettes Apartment bezogen haben, eilte ich noch schnell die ca. 200 Meter zum Strand um noch eine kleine Session bei Sonnenuntergang zu surfen.Den Rest der Woche ließ ich Rebecca morgens ausschlafen und machte mich mit Jonas, der als Praktikant im Camp arbeitete, jeden Früh mit dem Auto los nach Supertubos.
Der Name war Programm! Mein erster Surf an einer Sandbank etwas weiter vom eigentlichen Spot entfernt, machte mir schnell klar, dass das hier kein netter easy Beachbreak ist. Wir hatten knapp 2 Meter Wellen und leichten Offshore, Lowtide. Die Sonne schien. Die Bedingungen waren perfekt. Supertubos, so ließ sich von der Seite erkennen, brach noch etwas größer und donnerte mit fetten Barrels die Sandbank entlang. Doch ich hatte eindeutig schon genug mit den Wellen an unserer Bank zu kämpfen. Die Dinger hatten Bums und wie! Nachdem ich in meine erste Setwelle zog und diese zu machte, wollte ich, wie ich das aus Frankreich so gewohnt bin, durch die Welle nach hinten wegtauchen… Ich wurde einmal schön über die Fälle gesaugt und auf die Sandbank geprügelt, dass mir Hören und Sehen verging.Nach knapp zwei Stunden und einigen over the falls und freefall Einlagen, ging es stoked mit einigen guten Wellen auf dem Konto und unzähligen unglaublichen Tubeschnappschüssen in meinem Kopf zurück ins Camp. Der Rest der Woche verging wie im Flug. Ich ging jeden Morgen und Abend surfen und tagsüber erkundeten Rebecca und ich die Umgebung und besuchten einige der im Umkreis gelegenen Städte.
Die schönste Stadt war eindeutig Óbidos. Eine Stadt aus dem Mittelalter mit komplett erhaltener Stadtmauer, auf der man um die ganze Stadt laufen kann. Und das beste war, so dachten wir zumindest, es gab ein Schokoladenfest, bei dem es alles aus Schokolade geben sollte… In meinem Kopf spielten sich die tollsten Phantasien ab… Ein absoluter Reinfall! Ein paar Schokoladen Skulpturen, die recht beeindruckend waren, ansonsten sah das Ganze aus wie eine billige Version von Alice im Wunderland.
Mein letzter Surf in Supertubos war eindeutig der Beste! Er war zwar weit von großen hohlen Wellen entfernt, aber dafür liefen super saubere, kraftvolle, einen Meter hohe Wellen über die Sandbank. Zwei Stunden surfen mit einem anderen Surfer im Wasser und Wellen, die alles andere als langsam waren, aber perfekt für ordentliche Turns.
Nach einer Woche Peniche verabschiedeten wir uns und fuhren nach Porto. Eine wirklich sehr schöne alte Stadt mit tollem Portwein! So eine Portweinprobe sollte man sich nicht entgehen lassen, ein riesen Spaß, vor allem der Heimweg zum Hostel.
Nach einigen schönen Tagen sollte dann die Reise einmal quer durch Portugal an die Algarve gehen. Nach sechs Stunden Fahrt kamen wir dann gegen Abend bei Mark und Anika in Cama de Vaca an. Danke nochmal an Jochen für den super Tipp. Das Anwesen war der Hammer! Zwei große Häuser, Pool, Tennisplatz und viel Platz. Unser Apartment war eine wirklich schöne Wohnung mit allem, was man braucht! Am nächsten Morgen, der mein Geburtstag war, gab es erst einmal lecker Frühstück und Geschenke, bevor es los auf die Suche nach Wellen ging. Der Forecast sah perfekt aus! Es gab seit Tagen keine Wellen an der Westküste und ordentlich Ostwind, was dazu führte, dass dss Meer komplett ruhig war, als der Swell auf die Küste traf.Nach knapp einer Stunde Fahrt kamen wir an dem von Mark empfohlenen Spot an. Es war der Hammer, noch nie in meinem Leben, habe ich einen solchen sauberen, aber leider auch etwas großen Swell gesehen. Begleitet wurde dieser von so starkem Offshore, dass man aufpassen musste, nicht von den Klippen geweht zu werden.Den Rest des Tages verbrachten wir damit von einer Bucht zur nächsten zu fahren, um vielleicht etwas kleinere Wellen zu finden, da ich ungern an den wirklich menschenleeren Buchten, bei solchen Wellen alleine ohne Ortskundige in Wasser wollte.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 28. März 2010 um 17:15 und abgelegt unter Trips. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


Sonntag 28. März 2010 um 18:14
Nette Fotos, Dirk!
Montag 29. März 2010 um 12:42
[...] und Surfen ein reisebericht: Portugal – hoch und runter – COLDWATER – Surfclub Hamburg __________________ um abra?o da Chica, der forums tel.: +351 21 486 9343 – tlm: +351 91 993 [...]
Montag 29. März 2010 um 12:43
Schöner Bericht und noch schönere Fotos – habs mal in unserem Forum verlinkt:
http://www.portugallierforum.de/showthread.php?p=15381#post15381
Montag 5. April 2010 um 17:48
Sehr netter Bericht und super schöne Fotos!! Wann habt ihr denn die Black Pearl beim Surfen getroffen
Da kriegt man doch gleich wieder Lust in Richtung Urlaub zu verschwinden…obwohl, hab ich eh immer!
Mittwoch 14. April 2010 um 17:52
Sehr cool! Danke für den Bericht! Will auch sörfen:(
Montag 6. Juni 2011 um 12:13
One thing which never bore in life is nature only.