Surfen in Cornwall

Dienstag 3. März 2009 von nils

Einen Surf-Sommer in Cornwall kann und sollte man mal verbringen. Hier gibt es nicht nur wirklich gute Wellen, sondern auch zahlreiche sehr unterschiedliche Spots – da ist für jeden was dabei. Was man aber unbedingt dabei haben sollte sind wetterfeste Jacke, Gummistiefel und Neoprenanzug. Denn der Sommer kann hier auch mal tagelang in herrlichsten Grautönen schillern, wie wir feststellen mussten.

Eine perfekte Übersicht über die verschiedenen Surf-Strände Cornwalls bietet der Wavefinder Devon & Cornwall, den es in jedem Surfshop gibt. Hier aber nun unsere persönlichen Erfahrungen:

Mit der Fähre Calais-Dover übergesetzt, starteten wir unsere erste Surfsession im Norden Cornwalls, wo die drei Beachbreaks in Putsborough, Croyde (Beach- und Reefbreak) und Saunton zwar keine perfekten, aber surfbare Bedingungen boten. Dann ging es nach Bude, bzw. dort an den Strand Crooklets. Hier konnte man mit dem Bus kostenlos stehen, die Wellen waren nicht schlecht, allerdings muss man besonders bei ablaufendem Wasser auf Steine achten.

Die Küste entlang nach Süden war unser nächster Stopp der Surf- und Partyort Newquay. Der Ort hat drei Strände Crantock, Fistral und Newquay Town Beaches. Alle drei sind unterschiedlich exponiert, so dass man bei jedem Swell eine surfbare Welle findet. Unser Favorit: Fistral Beach, wo wir an der Südseite der Bucht trotz Übernachtungsverbotes herrlich direkt mit Blick auf das Line-up einige Tage gestanden haben. Durch die südlich gelegenen Felsen ist die Bucht recht windgeschützt. Um den Kampf durch das Weißwasser zu vermeiden, kann man am Rande der Bucht über die Felsen hinterm Peak einsteigen und sich dann gemütlich ranpaddeln. Aber Achtung: Von oben von der Straße sehen die Wellen oft kleiner aus, als sie sind, wie uns im Line-up bewusst wurde. Ist es am Fistral Beach zu fett, bieten die Newquay Town Beaches meist windgeschützte, klare Wellen.

Wenn im restlichen Cornwall die Wellen mal zu klein sind, sollte man sich auf den Weg nach Gwynver machen, nahe Land´s End. Der Strand ist exakt nach Westen ausgerichtet und soll eigentlich immer gute Bedingungen bieten. Wir fanden es jedenfalls super, allerdings muss man sich schon konzentrieren, um den Strand auf Anhieb zu finden.

Die Südküste von Cornwall hat natürlich auch noch zahlreiche Spots, die konnten wir jedoch nicht mehr erkunden.

Einzige Träne im Auge für VW-Bus-Fahrer in England: Eigentlich darf man nirgends nachts stehen und tagsüber muss man auf allen Strandparkplätzen Gebühren zahlen. Mit etwas suchen, kann man sich aber ab und zu drumherum schummeln.

Zum Abschluss hier noch ein paar Tipps, falls man mal was anderes als Surfen machen will:

- St. Ives, super süßer Ort, mit netten Restaurants und Kneipen. Dort sollte man die Augen nach Pubs mit Open-Mic-Session offen halten – selten so viel Spaß gehabt.

- Karten (ca. 11 Euro) über das Internet vorbestellen sollte man auf jeden Fall für das Open-Air Minack Theatre in Porthcurno. Die Stücke spielen direkt auf dem Felsen hinter dem das Meer beginnt. Wirklich grandios (auch für Nicht-Theater-Fans), Getränke und Essen darf man mitbringen.

- Für Skater und BMXer gibt es in Newquay einen Open-Air-Park namens Wooden Waves und in Mount Hawke eine echt riesige Skatehalle mit unzähligen Obstacles.

- Ryanair fliegt ab Lübeck nach London-Stansted und nun auch wieder ab Stansted weiter nach Newquay.

Unser Fazit: Die Surfspots in England sollte man sich unbedingt mal angesehen haben!

Jocho und Anika

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 3. März 2009 um 23:31 und abgelegt unter Trips. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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